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Prinz im Juni
Kleiner Artikel in der Prinz | 14.06.2011

Jales und Knopf

Rap auf Deutsch, mit Augenzwinkern statt aufgestelltem Kamm - das ist die Baustelle von Jales und Knopf. Ihre Texte sind einfallsreich und voller Wortwitz. Die Beats laden zum Mitnicken ein. Ihr Vortrag hat Flow und Rythmus. Jales und Knopf stehen hörbar in der Tradition des Hamburger HipHop - hochwertiger, geistreicher Rap. Lang nicht mehr so schön gehört. Umso besser, dass Jales und Knopf auf der 'Embankment Party' im Juni zu hören sind.

Für Fans von: Absolute Beginner, EinsZwo, Fischmob, Dynamite Deluxe.




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Krach und Getöse - Förderung
Förderpreis 2011 für JuK | 04.05.2011

Jales und Knopf

Hamburg

Hirn, Herz und Kompetenz finden zusammen, wenn Jales und Knopf auf ihrer aktuellen EP „Praktisch Gekauft“ die deutsche Rapszene aufmöbeln: durchdachte Texte, Bunte Kostüme, liebevolle Arrangements und unbändige Spielfreude schürten bei der Jury den Appetit auf mehr Musik und noch mehr Show.

RockCity Hamburg e.V. und die Haspa Musik Stiftung überreichen Hamburger Musikerpreis „Krach & Getöse 2011“!

Der Hamburger Musikerpreis „Krach & Getöse“ ist ein Jury-Preis und wird von den Institutionen RockCity e.V. – Zentrum für Popularmusik und Haspa Musik Stiftung an die 5 hoffnungsvollsten Nachwuchsbands aus Hamburg und Umgebung für jeweils ein Jahr vergeben. Die „Krach und Getöse“-Jury setzt sich dieses Jahr aus folgenden Bereichen der Hamburger Musikkultur und -wirtschaft zusammen: Label / Band / Produktion / Verlag / Komposition / Booking / Medien. Sie entscheidet über Top oder Flop und kürt die diesjährigen Preisträger in der Hanseplatte.

Stephan Rath, Präsident RockCity e.V.: „Wir suchen Musik/Bands mit dem gewissen Etwas: Tolle Kompositionen, kratzige Ideen und echte Typen. Die Bands sollten spielerisch und performativ gute eigenständige Musik machen.“ Dr. Harald Vogelsang, Vorstand Haspa Musik Stiftung: „Wir schätzen Komposition und Textdichtung auch jenseits musikwirtschaftlicher Aspekte, d.h. auch musikalische Experimente sind ausdrücklich erwünscht.“

Die Gewinner erhalten ein zwölfmonatiges, individuelles Förderprogramm, bestehend aus finanzieller Unterstützung, enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Musikern, Bühnen, Studios oder Agenturen. Die Sieger haben darüber hinaus die Möglichkeit auf attraktive Booking-Slots der Partner: Reeperbahnfestival, Dockville Festival, Konspirative Küchenkonzerte oder John Lennon Talent Award.




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Wildstyle Magazin
über die HipHop Hafenrundfahrt mit Herr von Grau | 20.03.2011

Hamburg, nachmittag, und die Sonne scheint – nicht. Sonnenschein gab es nur metaphorisch durch bunte Scheinwerfer, neben welchen goldene Fische mit Sonneblumen, Hawaiiblumen und Diskokugeln um die Wette tanzten.Was ist hier los? Die MS Hedi sticht auf See, oder eher auf Fluss. Denn heute wird zwei Stunden lang auf der Elbe getuckert, mit Beats zum Kopf nicken oder auch mal das Boot ins Schaukeln zu bringen. Der Anlass: Die aktuelle Frühjahrstour von Herr von Grau.

Mirko Machine wurde auch erblickt, die ersten Astra sind schon leer getrunken, es ist verraucht, der Wind bläst so langsam vom Heck herein. Nach guten 20 Minuten voll wunderbarer 90er Hip Hop von den Rhymegalore Jungs stellt sich Feinschliff ans Mikrofon, irgendwo links. Es ist alles so rammelvoll, es wackelt sowieso schon, zum Glück musste niemand kotzen. Naja, jedenfalls habe ich es nicht mitbekommen, hah. Es scheinen jedenfalls alle Spaß zu haben.

Und während wir also live verwöhnt werden ziehen Dampfer, Kräne und Docks an uns vorbei. Wie lang ich schon nicht mehr ‘ne Hafenrundfahrt gemacht habe. Ach übrigens, an alle, die vor haben demnächst mal in die Hansestadt zu kommen und über die Elbe zu fahren: Man kann mit dem ganz normalen HVV Ticket auf die Fähre nach Finkenwerder und hat eine Hafenrundfahrt gratis. Oder eben für 2 Euronen oder so.

Okay back to topic: Ich drängle mich also von hinten draußen wieder richtung Bug, denn ich erblicke ein riesen Plüschkrokodil. Angekommen sehe ich auch einen Frosch. Es sind Jales & Knopf, die asbald ihr Fell ablegen (Frösche und Krokodile und Fell, ja..) und durch ihr Springkommando einige seeuntaugliche Passagiere ins Schwitzen bringen.

Tja und letztlich die heißersehnten Grauen Herren, Initiatoren des Ganzen. Derbe. Wer hat sowas schon erlebt? Schon schön so eine bunte, graue Hamburger Hafenromantik. Die Menschen verließen etwas taumelig, aber glücklich das Schiffchen, als wir wieder an den Landungsbrücken ankamen.

Am Abend ging es dann im Fundbureau weiter. Ich quälte mich ins Ottenseer Kir, doch es hätte nicht sein müssen. Nico Suave headlinete ein sonst sehr beschissenes Event. Es war leer und besoffen, als er auf die Bühne kam und es wäre einfach alles nicht nötig gewesen. Das hat meinen Hip Hop Supertag ein bisschen getrübt. Aber nunja, Sonnenschein gibt es ja zum Glück durch Druck auf den Play Knopf.

Mehr Photos von der Hafenrundfahrt gibt es hier. Und man kann auf der MS Hedi übrigens jeden Freitag zu Hip Hop, Soul, Funk und was dazu gehört abgrooven. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.


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Stuttgarter Zeitung
über unseren Auftritt bei Anettes Daschsalon | 06.09.2010

Rettung einer aussterbenden Kunstgattung

Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 06.09.2010

Musikfest | Der "Daschsalon" der Sopranistin Annette Dasch feiert erfolgreiche Premiere in Stuttgart.
Von Markus Dippold

Der klassische Liederabend ist kurz vor dem Aussterben. Dieses Klischee lässt sich kaum ausrotten. Allenfalls die Stars der Liedzunft füllen die einschlägigen Konzertsäle, wenn Schubert, Schumann und Co. auf dem Programm stehen. Vor etwas mehr als zwei Jahren hat die Sopranistin Annette Dasch in Berlin ein Rettungsprogramm initiiert, das schnell Furore machte. "Annettes Daschsalon" heißt das fernsehtaugliche Format, das nun auch beim Musikfest seine erfolgreiche Premiere hatte.

In der modern-schlichten Atmosphäre der Phönixhalle im Römerkastell findet sich eine kleine Bühne, darauf ein stilisiertes 19.-Jahrhundert-Ambiente mit Sofa, Sesseln, Beistelltischchen und einem Flügel - Hausmusik ist das Motto. In romantischen und biedermeierlichen Zeiten war das Standard, man traf sich im Salon, sang und spielte Neues vom Blatt, plauderte und diskutierte über kompositorische Novitäten. Das ist ein gewagter Anachronismus, der aber beim Publikum ankommt, wie die einhellige Begeisterung des Publikums am Samstagnachmittag zeigt.

So wie Annette Dasch ihre Position zwischen Sofa und Flügel wechselt, nimmt sie auch zwei Rollen in diesem Programm ein: als Interpretin romantischer Kunstlieder und als Gastgeberin einer Talkshow. Geplaudert wird mit Künstlerkollegen, Anekdoten aus dem Kulturbetrieb, aber auch Wissenswertes über Komponisten und Werke sind Gegenstand des Gesprächs. Für ihre Stuttgarter Premiere, bei der sie wie immer von ihrer Schwester Katrin und ihrem Schwager Ulrich Naudé unterstützt und am Klavier begleitet wird, hat sich Annette Dasch hochrangige Gäste eingeladen. Die Sopranistin Helen Donath und ihr Mann Klaus nehmen auf dem Sofa Platz und plaudern über die erste Begegnung, langanhaltendes Eheglück und seltsame Texte aus Richard-Wagner-Opern.

Zwischendurch darf Helen Donath, begleitet von ihrem Mann, zeigen, dass sie über vier Jahrzehnte einer der führenden lyrischen Soprane weltweit war. Gelegentlich fehlen ihr etwas der Atem und die Kraft, aber in "Leises Lied" von Richard Strauss hört man eindrucksvoll, dass sie sich das silberhelle Timbre bewahrt hat, und in Hugo Wolfs "An den Schlaf" blitzt momentweise die Größe ihrer Stimme auf. Damit stellt sie locker den zweiten Gast in den Schatten: der Tenor Daniel Behle darf seine neuesten CD-Einspielungen bewerben und mit selbstironischem Blick auf die Frage eingehen, wie man nach Dietrich Fischer-Dieskau Kunstlieder singt. Zwischendurch gibt er nicht immer ausgereift in Timbre und Gestaltung drei Lieder aus Franz Schuberts "Die schöne Müllerin" zum Besten. Komplettiert wird das bildungsbürgerliche Ambiente durch Lyrikvorträge mit Rudolf Guckelsberger, der mit sonorem, pathetischem, aber auch feinem Tonfall Mörike, Domin oder Werfel rezitiert.

Um das aufzubrechen, hat Annette Dasch ein ungewöhnliches Element parat: das Hamburger Hip-Hop-Duo Jales und Knopf tritt im Pyjama auf und rappt von der "Mütze voll Schlaf". Diesen Grenzgang goutiert das Publikum ebenso wie das interaktive Element: der "Daschsalon" ist nicht nur zum Zurücklehnen gedacht, vielmehr muss man als Zuhörer Kanons und Quodlibets singen, die in minutenschnelle phrasenweise von Annette Dasch einstudiert werden, begleitet von der Aufforderung, man möge doch schleunigst in den nächsten Kirchenchor eintreten - bei der sängerischen Begabung.

Und so verfliegen zwei Stunden im Nu, mit einem knappen Dutzend Kunstliedern hat man einen halben Liederabend gehört und fühlt sich dabei bestens unterhalten. Der dauerhafte Erfolg in Berlin gibt der Sopranistin allemal recht, und ein Blick ins Publikum zeigt, dass da neben der üblichen Riege eine stattliche Zahl jüngerer Menschen gekommen ist. Da ist Annette Daschs wohl durchaus ernstgemeinte Frage an die beiden Hip-Hopper, ob sie denn jetzt auch mal in einen Liederabend gehen würden, ein Hoffnungsschimmer. Vielleicht muss diese Kunstgattung doch nicht aussterben.


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// live-videos

wie das so live aussieht wenn wir bühnen zerlegen könnt ihr bei den live-videos sehen.

// die neue ep

Die EP "DIE ZWEI.0" hier runterladen.
Geil mit Band und so.

// die alte ep

Die "Praktisch Gesaugt-EP" hier runterladen.
In gepresster Form mit Bonusmaterial bekommt ihr sie NUR auf unseren live-gigs.

// Wir auf eurer Party ?

Wenn wir eure Party sprengen sollen meldet euch über booking@jalesundknopf.de oder über myspace und facebook.